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Herausforderung angenommen – Verbesserte Bioverfügbarkeit durch MeltDose®-Technologie

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Das enge therapeutische Fenster und die geringe Bioverfügbarkeit von Tacrolimus stellen eine Herausforderung dar. Die MeltDose®-Technologie trägt dazu bei, diese Herausforderung zu überwinden. Hier erfahren Sie mehr.

Das enge therapeutische Fenster und die geringe Bioverfügbarkeit von Tacrolimus stellen eine Herausforderung dar. Die MeltDose®-Technologie trägt dazu bei, diese Herausforderung zu überwinden.

 

Tacrolimus (Tac) ist zur Prophylaxe von Organabstoßungen bei Leber- und Nierentransplantation bereits seit 1994 etabliert. Dennoch stellt seine niedrige Bioverfügbarkeit bis heute eine Herausforderung dar. Die intestinale Resorption von Tac ist gering und variabel und wird durch verschiedene Faktoren wie beispielsweise die Nahrungsaufnahme1 oder einen ausgeprägten First-Pass-Metabolismus2 beeinflusst.

 

Mithilfe eines innovativen galenischen Verfahrens, der MeltDose®-Technologie, die beim Retardpräparat Envarsus® (1 × tgl.) zum Einsatz kommt, kann dem herausfordernden Pharmakokinetik-Profil von Tac begegnet werden: Im Vergleich zu herkömmlichen Tac-Präparaten verfügt es über eine höhere Bioverfügbarkeit und ein insgesamt stabiles, flacheres Pharmakokinetik-Profil mit niedrigeren Spitzenspiegeln. Zudem weist diese Formulierung eine geringere Fluktuation des Wirkstoffs über 24 Stunden auf.3,4

Wie funktioniert die MeltDose®-Technologie?

Die Partikelgröße von Medikamenten ist neben anderen Faktoren ein wesentlicher Einflussfaktor, der ihre Löslichkeit und Absorption beeinflusst. Je kleiner die Partikelgröße ist, desto größer ist die Oberfläche des Medikaments und desto schneller wird es gelöst. Dies führt zu einer besseren Absorption. Durch das innovative Verfahren der MeltDose®-Technologie wird Tacrolimus bis auf Einzelmolekülgröße reduziert.3

 

Während herkömmliche Arzneimittel eine Partikelgröße von ungefähr 10 µm aufweisen und die Partikel bei Medikamenten auf Basis der Nanokristall-Technologie zwischen 0,1-10 µm groß sind, wird die Partikelgröße mithilfe der MeltDose®-Technologie auf bis zu Einzelmolekülgröße reduziert.3 Im Vergleich zu schnell freisetzendem Tacrolimus kann hierdurch bei nierentransplantierten Patient*innen eine bis zu 40 % höhere Bioverfügbarkeit erreicht werden.3

Abb. 1: Vergleich der Partikelgrößen (mod. nach Grinyó JM et al., 2014)

Die potentiellen Vorteile auf einen Blick – MeltDose®-Technologie:

  • Verbesserung der oralen Bioverfügbarkeit3
  • Reduktion/Eliminierung der Beeinflussung durch Nahrungsaufnahme3
  • Verbesserte Pharmakokinetik3
  • Verbesserte Pharmakodynamik3

 

Bildgebende Daten geben Hinweise darauf, dass Tacrolimus auf Basis der MeltDose®-Technologie kontinuierlich über 24h im Gastrointestinaltrakt resorbiert wird.3

Abb. 2: Szintigraphische Darstellung der Auflösung einer Envarsus®-Tablette im Gastrointestinaltrakt über 24h (mod. nach Grinyó JM et al., 2014)

Tacrolimus wird über das CYP450-System speziell von CYP3A4 und CYP3A5 verstoffwechselt. Die Metabolisierung durch CYP3A erfolgt dabei nicht nur in der Leber, sondern auch im Gastrointestinaltrakt. Bei MeltDose®-Tac wird im Vergleich zu anderen Tac-Präparaten der Wirkstoff vorwiegend im distalen Dünndarm und dem Kolon absorbiert, wo CYP3A in geringerem Maße vertreten ist. Dies trägt zu einer geringeren Clearance von MeltDose®-Tac und folglich zu einer erhöhten Bioverfügbarkeit bei.3,5

Flachere Kurve und stabilerer Wirkstoffspiegel

Die offene prospektive ASTCOFF-Studie, die MeltDose®-Tac mit einem Tacrolimus mit sofortiger Freisetzung (IR-Tac, 2-mal tägl.) und einem konventionell retardierten Tacrolimus (PR-Tac, 1-mal tägl.) verglich, zeigte unter MeltDose®-Tac-Therapie bei NTx-Patient*innen niedrigere Spitzenspiegel (Cmax) sowie eine geringere Fluktuation des Wirkstoffspiegels im Vergleich zu Patient*innen, die mit IR-Tac bzw. PR-Tac behandelt wurden. Bei gleicher Wirkstoffexposition konnte zudem eine Dosiseinsparung von 30% bzw. 36% gegenüber IR-Tac bzw. PR-Tac erzielt werden.4

 

MeltDose®-Tacrolimus hat durch sein spezielles pharmakokinetisches Profil das Potenzial, spitzenspiegelassoziierte Nebenwirkungen bei vergleichbarem Wirksamkeitsprofil zu reduzieren.7,8,9

 

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Referenzen

  1. Naesens M, Kuypers D RJ, Sarwal M. Clin J Am Soc Nephrol. 2009;4(2):481-508009;4(2):481-508.
  2. Provenzani A et al. World J Gastroenterol. 2013; 19(48): 9156–9173.
  3. Grinyó J M, Petruzzelli S. Expert Rev Clin Immunol. 2014; 10(12):1567–1579.
  4. Tremblay S et al. Am J Transplant. 2017; 17(2):432 – 42.
  5. Huppertz A et al. Clin Pharmacol Ther. 2019; 106(6):1290-1298.
  6. Gaber AO et al. Transplantation. 2013; 96(2):191–197.
  7. Budde K et al. Am J Transplant. 2014; 14(12):2796-2806.
  8. Bunnapradist S et al. Transpl Int. 2016; 29(5):603-611.
  9. Bunnapradist S et al. Am J Transplant. 2013; 13(3):760-769.

 

Bildquelle: iStock.com/NiseriN

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