eine Person, die einen Löwenzahn ausbläst

ATLANTIS

4 Minuten

Die prospektive Beobachtungsstudie ATLANTIS (AssessmenT of smalL Airways involvemeNT In aSthma) untersucht erstmals, in welcher Art und Weise eine Erkrankung der kleinen Atemwege zur klinischen Manifestation von Asthma, zum Schweregrad und zur Krankheitskontrolle beiträgt. Es wird u. a. ein Praxisfragebogen (Small Airways Dysfunction Tool) evaluiert, der die Diagnostik im klinischen Alltag erleichtern soll¹.

ATLANTIS – Studienziel und design

Studienziel auf einen Blick

 

Bei Patienten mit Asthma kann die Dysfunktion der kleinen Atemwege entscheidend die Symptomatik, Hyperreagibilität und Asthmakontrolle beeinflussen, sowie ein erhöhtes Exazerbationsrisiko verursachen. Die ATLANTIS-Studie (AssessmenT of smalL Airways involvemeNT In aSthma) unter der Leitung von Prof. Dirkje S. Postma, Groningen, Niederlande, untersucht erstmals, in welchem Erkrankungsstadium eine Störung der kleinen Atemwege zur klinischen Manifestation von Asthma, zum Schweregrad und zur Krankheitskontrolle beiträgt. Darüber hinaus wird ein Praxisfragebogen (Small Airways Dysfunction Tool) evaluiert, der die Diagnostik einer Small Airways Dysfunction im klinischen Alltag erleichtern soll¹.

Studienziel auf einen Blick

Methode
 

Definition

Prävalenz

Patienten

Erkenntnisse

Was ist das Ziel?

Festlegung von Parametern (bzw. deren Kombination) zur differenzierten funktionellen Erfassung einer SAD bei Asthma-Patienten
 

Bestimmung SAD-Prävalenz bei allen Asthma-Schweregraden

Diagnose-Tool für SAD identifizieren

Klinische Bedeutung von SAD (Korrelation von SAD und Schweregrad)

Warum ist dies relevant?

Aktuell kein Goldstandard vorhanden

Unterschätzte SAD-Prävalenz, da oft nur mit schwerem Asthma verbunden

Beteiligung der SA in der allgemein-ärztlichen Praxis schwer zu messen

Korrelation von SAD mit Asthma-Schweregrad → Notwendigkeit ein SAD-Tool zu identifizieren
 

Wie soll es erreicht werden?

Bestes Diagnose-Tool identifizieren

Prospektive Studie mit 800 Asthma-tikern, die alle Asthma-Schweregrade einschließt

Entwicklung eines Praxisfrage-bogens (SADT) zur Identifikation von Patienten mit SAD

Untersuchung der Korrelation zwischen SAD, Asthmakontrolle und Exazerbationen (prospektive Studie)
 

Tab. 1: Studienziel auf einen Blick; mod. nach [3]

ATLANTIS-Studie von Prof. Postma in 30 Sekunden erklärt

Studiendesign auf einen Blick1,2

  • 30 Zentren in 9 Ländern weltweit
  • Rekrutierung und „Phänotypisierung“ von 800 Asthmatikern und 100 gesunden Personen
  • Einteilung der Asthmatiker nach
    • Beteiligung der großen und kleinen Atemwege
    • Allergien
    • Ausprägung der Hyperreagibilität
  • Beobachtungszeitraum: 12 Monate
  • Real-Life-Bedingungen

 

Durch Anklicken der jeweiligen Studien-Untersuchung und Ansteuern des Zeitpunktes mit der Maus erhalten Sie weitere Informationen zu den durchgeführten Untersuchungen und eingesetzten Diagnose-Fragebögen:

 

1. Untersuchung

Untersuchung 1a (Tag 1)

Untersuchung 1b (Tag 2)

Untersuchung 1c (Tag 3)

 

1. Telefonkontakt

    Woche 12 (± 15 Tage)

 

2. Untersuchung

    Woche 24 (± 15 Tage)

 

2. Telefonkontakt

    Woche 36 (± 15 Tage)

 

3. Untersuchung

    Woche 48 (± 15 Tage)

 

 

Methoden zur Phänotypisierung von Asthma-Patienten

Laut Frau Prof. Dirkje S. Postma, Groningen, Niederlande, wurde lange vermutet, dass die kleinen Atemwege nur bei schwerem Asthma von der Entzündung betroffen sind. Aktuell stehe jedoch fest, dass dies für alle Schweregrade gelte. „Die sehr intensive Phänotypisierung der 800 Asthma-Patienten im Rahmen der 1.
Untersuchung (Baseline) ist daher von besonderer Bedeutung“, erklärt die Expertin im Interview.

Video

Literatur

1.    Postma DS et al., Eur Respir J 2015; 45:1534–1538.

2.    Leitao F et al., Expert Rev of Respi Med. 2016; 10(4):417-42.

4 Minuten

Inhalt teilen