Wiebke Handt ist Mutter von frühgeborenen Zwillingen, von denen ein Kind mit Heimsauerstoff entlassen wurde. "Wir hatten den Klinikalltag im Wohnzimmer", schildert sie. Neben Kinderbett und Wickeltisch befanden sich auch das Gerät zur Heimbeatmung mit Befeuchtung sowie der Monitor. Bei Unsicherheiten und Fragen konnte sie via Telefon oder Videochat jederzeit mit den Profis in der Klinik in Kontakt treten.
Prof. Dr. Anne Hilgendorff, Leiterin Translationale Neonatologie am Klinikum Oldenburg, weiß, dass Eltern von der Informationsflut bei der Entlassung ihres Kindes aus der stationären Betreuung häufig überfordert sind. Die videogestützte Überleitung in die häusliche Versorgung bietet daher in ihren Augen eine wertvolle Chance, die Eltern so zu unterstützen, dass sie sich zu Hause mit ihrem Kind nicht allein gelassen fühlen. Wenn sie von den Eltern Videos des Kindes erhält, kann sie sich auch aus der Ferne ein gutes Bild über den klinischen Zustand machen und dann adäquat beraten.
Hier kommt auch die in der Ambulanz tätige Kinderkrankenpflegerin Sylke Rietz ins Spiel, die als Bindeglied zur Klinik den Kontakt hält und als direkte Ansprechpartnerin den Eltern mit Rat und Tat zur Seite steht.
"Frühchen-Wissen für Eltern" ist der Titel der Interview-Reihe, die Chiesi bereits seit über fünf Jahren in Zusammenarbeit mit Expert*innen aus den Gebieten Neonatologie, Pädiatrie, Pflege, Physiotherapie und Pädagogik sowie dem Bundesverband Frühgeborene e.V. und betroffenen Eltern und erwachsenen ehemaligen Frühgeborenen produziert. Die Reihe begleitet Eltern von der Geburt bis ins Erwachsenenalter ihres Kindes und bietet Hintergrundwissen zu unterschiedlichsten Aspekten der Neonatologie und zu den vielfältigen Konsequenzen, die aus der Frühgeburtlichkeit erwachsen können.
Bildquelle: Chiesi
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