Verschiedene Möglichkeiten zur Desensibilisierung
Strategien zur Desensibilisierung umfassen die Gabe von hochdosierten intravenösen Immunglobulinen (IVIG), die Plasmapherese ggf. plus IVIG und die Immunadsorption, oftmals kombiniert mit der Gabe von Rituximab. Ziel ist es, bis zum Transplantationszeitpunkt vorhandene Antikörper weitestgehend aus dem Serum des*der Empfänger*in zu entfernen bzw. die Antikörperneubildung zu unterdrücken.2 Des Weiteren besteht die Möglichkeit, zur Prävention Antikörpervermittelter Abstoßungen Eculizumab, einen Antikörper gegen den Komplementfaktor C5, einzusetzen.2
Seit 2020 ist Imlifidase zur Vermeidung der Transplantatabstoßung bei als hochimmunisiert einzustufenden Nierentransplantatempfänger*innen zugelassen.3 Die Cysteinproteinase Imlifidase spaltet selektiv Immunglobulin G und inhibiert so die Komplement-vermittelte (CDC) und antikörperabhängige zellvermittelte Zytotoxizität (ADCC).3
Positive Ergebnisse in 5-Jahres Follow-Up Studie
Referenzen
- trillium Medizinischer Fachverlag, HLA-Antikörper vor und nach Nierentransplantation, URL: https://www.trillium.de/zeitschriften/trillium-diagnostik/ausgaben-2016/td-22016/schwerpunkt/hla-antikoerper-vor-und-nach-nierentransplantation.html (zuletzt aufgerufen 02.07.2026).
- Morath C et al. Dtsch Arztebl. 2013; 110(9): A-384 / B-350 / C-350.
- European Medicines Agency, Assessment report Idefirix, URL: https://www.ema.europa.eu/en/documents/assessment-report/idefirix-epar-public-assessment-report_en.pdf (zuletzt aufgerufen 02.07.2026).
- Jordan SC et al. Am J Transplant. 2025; 25(4):878-880.
- Kjellman C et al. Am J Transplant. 2021; 21(12): 3907–3918.
Bildquelle: www.istockphoto.com/jarun011
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